Anlagegrundsätze
Tipp 1: Diversifizierung
Diversifizierung: Auf die richtige Verteilung kommt’s an!
Der wichtigste Anlagegrundsatz lautet: Investieren Sie nie Ihr gesamtes Vermögen in einen einzigen Wert. Die Schwankungsbreite Ihrer Veranlagung reduzieren Sie durch die Verteilung, also Diversifizierung, Ihres Anlagevermögens auf verschiedene Anlage- bzw. Wertpapierformen, Branchen, Länder, Währungen etc.
Ihre Risikoneigung als Anleger ist die Grundlage für eine bestimmte Verteilung des Kapitals auf die unterschiedlichen Anlageformen. Wir helfen Ihnen gerne bei jedem Schritt in Richtung einer optimierten Kapitalvermehrung, um die Ihrem Veranlagungstyp entsprechenden Ergebnisse zu erzielen.
Als Beispiel der VB-Premium-Basic:
Dieser Fonds bietet durch seinen ausgeprägten Anleihenschwerpunkt (bis zu 100% des Fondsvermögens werden in Staatsanleihen investiert) die Chance auf regelmäßige Erträge bei begrenztem Risiko. Der Veranlagungsschwerpunkt liegt im Aktien- als auch im Anleihenbereich im europäischen Kapitalmarkt. Dadurch werden Fremdwährungsrisiken weitestgehend vermieden. Der empfohlene Veranlagungshorizont beträgt mindestens 4 Jahre.
Als Beispiel der VB-Premium-Classic:
Dieser Fonds investiert vorwiegend in Staatsanleihen und kann je nach Markteinschätzung bis zu 50% seines Fondsvermögens in Aktien halten. Die Veranlagung ist sowohl im Renten- als auch im Aktiensegment stark auf Europa ausgerichtet. Die Fremdwährungsrisiken im Fonds werden teilweise abgesichert. Der empfohlene Veranlagungshorizont beträgt mindestens 6 Jahre.
Als Beispiel der VB-Premium-Advanced:
Dieser Fonds weist mit 60% bis 100% die höchste Aktienquote sowie Schwankungsbreite in der Premium-Produktpalette auf. Der Fonds veranlagt sowohl im Aktien- als auch im Anleihesegment auf globaler Ebene. Durch seine schwankungsintensivere Ausrichtung richtet sich dieser Fonds vor allem an erfahrene Anleger mit einem langen Anlagehorizont. Durch Ausnutzung des Cost-Average-Effektes im Rahmen eines Fondssparplanes eignet sich der Premium Advanced hervorragend für den langfristigen Vermögensaufbau zur Altersversorgung. Der empfohlene Veranlagungshorizont beträgt mindestens 8 Jahre.
Chancen und Risken der angeführten 3 Beispiele:
Chancen: Sinkende Zinsen können im Anleihebereich zu Kurssteigerungen über den erwarteten Zinsertrag führen. Im Aktiensegment sind zusätzliche Kursgewinne möglich. Eine Aufwertung internationaler Währungen gegenüber dem Euro kann weitere Erträge bringen.
Risken: Steigende Zinsen können Perioden fallender Anleihekurse bewirken. Der Fondsmanager hat in einem steigenden Zinsmarkt jedoch die Möglichkeit in höher rentierende Anleihen zu investieren. An den Aktienmärkten können zum Teil kräftige Kurskorrekturen auftreten. Kursrückgänge internationaler Währungen gegenüber dem Euro können den Ertrag auch schmälern.
Tipp 2: Cost-Average-Effekt
Setzen Sie auf Cost-Averaging und optimieren Sie so Ihre Einstiegskurse!
Versuchen Sie nicht, den richtigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Es gibt ihn nämlich nicht. Zwar bestimmt der Zeitpunkt der Veranlagung den Preis, aber die Bestimmung des richtigen Zeitpunktes ist unmöglich. Das Ziel, Anlageinstrumente gerade am Tiefstpunkt zu kaufen, und diese zum Höchstpreis wieder zu verkaufen (buy low sell high), erreichen Sie in den meisten Fällen nicht. Anhand der folgenden Grafik sehen Sie, dass dies auch gar nicht nötig ist, um langfristig hohe Erträge zu erzielen. Mit einem Fondssparplan folgen Sie dem wichtigsten Marktgrundsatz: "Wenig kaufen, wenn es teuer ist, viel kaufen, wenn es günstig ist."
Ihr Vorteil: Bei einem Fondssparplan investieren Sie regelmäßig einen gleich bleibenden Geldbetrag. Bei niedrigen Fondskursen kaufen Sie mehr Anteile, bei höheren Preisen dementsprechend weniger Fondsstücke. Dadurch erzielen Sie einen geringeren Durchschnittspreis als bei einem Ankauf der gleichen Anzahl von Anteilen = Cost Averaging.
Tipp 3: Anlagehorizont
Der richtige Anlagehorizont ist entscheidend!
Die Anlagedauer wird durch die Anlageziele bestimmt. Bei ertragreichen Anlageformen, wie zum Beispiel Aktien, sollten Sie den langfristigen Anlagehorizont beachten, um das Schwankungsrisiko zu minimieren.
Anleihen haben geringere Schwankungen, aber langfristig gesehen auch niedrigere Durchschnittserträge als Aktien bzw. Aktienfonds. Die unterschiedlichen Ertragserwartungen, sowie Anlagehorizonte führen auch zu unterschiedlichen Anlageergebnissen.
Trachten Sie nicht nach kurzfristigen Gewinnen. Wenn auch die eine oder andere Strategie mit Aktien/Aktienfonds aufgeht und kurzfristig große Gewinne erzielt werden können, steht bei solchen Geschäften der erzielte Ertrag in keinem Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Wer langfristig veranlagt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Erfolg haben.
Tipp 4: Überschüssiges Kapital
Überschüssiges Kapital ist die beste Basis für Ihren Vermögensaufbau!
Sie sollten nur Geld in langfristige Anlageformen investieren, das Sie nicht dringend benötigen. Machen Sie sich zum Beispiel bei Aktieninvestments das Schwankungsrisiko bewusst: Aktien können im Kurs fallen. Spekulieren Sie nicht auf Kredit. Wählen Sie alternativ für Aktienveranlagungen die Investition über einen Fondssparplan und nutzen Sie zusätzlich den Cost Averaging Effekt.
Tipp 5: Risiko
Gut Ding braucht Weile!
Die größeren Kursschwankungen von Aktien, die kurzfristig auch zu Verlusten führen können, schlagen sich langfristig in höheren Kursgewinnen nieder.
Dieses Schwankungsrisiko ist Bestandteil der modernen Finanztheorie, die unter anderem besagt, dass höhere Ertragschancen immer mit höherem Risiko verbunden sind. Eine langfristige Anlagedauer minimiert jedoch die Schwankungsbreite.
Das Markt- und Kursrisiko ist die Ertragsunsicherheit, die durch die Kursschwankungen an den Wertpapiermärkten entsteht. Sowohl bei Aktien, als auch bei Anleihen gibt es einen, in langfristigen Statistiken feststellbaren Durchschnittsertrag pro Jahr. In einzelnen Perioden kann es jedoch auch bedeutende Abweichungen von diesem Durchschnittswert geben, wobei Aktien stärker schwanken als Anleihen.
Tipp 6: Beratung
Erfolgreiche Anlagestrategien sind kalkulierbar!
Kaufen Sie nichts, was Sie nicht kennen. Jede Veranlagung mit höherer Rendite birgt auch ein gewisses Risiko in sich. Euphorie an den Wertpapiermärkten hängt nicht von den Anlageprodukten, sondern von den Anlegern ab. Anleger sehen oft bei Wertpapieren, die in jüngster Zeit an Wert verloren haben, nur das Risiko, und bei solchen, die stark gestiegen sind, nur die Ertragschancen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Garant für die Zukunft. Daher ist es unabdingbar, dass Sie sich für ein Beratungsgespräch in Ihrer Volksbank Zeit nehmen, schließlich geht es um Ihr Vermögen. Ihr Berater wird mit Ihnen gemeinsam Ihre Ziele und Wünsche, sowie Ihre persönliche Risikoneigung feststellen. Gemeinsam finden Sie dann auch die geeigneten Wertpapiere.
Tipp 7: Information
Information und qualifizierte Beratung sind alles!
Vor der Investition ist die Beratung durch seriöse Partner in jedem Fall unerlässlich. Doch auch die fortlaufende Information über das getätigte Engagement und seine Entwicklung hat große Bedeutung. Begleitende Unterstützung bzw. Entscheidungshilfe bieten unsere Kundenbroschüren zu ausgewählten Anlagethemen. Ihr Volksbank-Berater informiert Sie gerne über die verschiedenen Veranlagunsmöglichkeiten.
Tipp 8: Erfahrung
Erfahrung macht reich!
Sammeln Sie Erfahrungen für den richtigen Einstieg in die Finanzwelt. Ideal dazu eignet sich das Spielen mit fiktiven Depots. So können Sie ohne den Einsatz von echtem Geld das Ergebnis Ihrer Entscheidungen direkt mitverfolgen. Sie gewinnen Schritt für Schritt einen Überblick über das Marktgeschehen und erarbeiten ein umfassendes Verständnis für die Zusammenhänge der Börsenwelt.
Möchten Sie wissen, wie sich ihr Depot in der Vergangenheit entwickelt hat und welche Prognosen es für die Zukunft gibt? Ihr Volksbank-Berater kann Ihr Depot gerne analysieren und gemeinsam mit Ihnen optimieren.
Tipp 9: Produkte
Weniger ist mehr!
Achten Sie darauf, stets den Überblick zu behalten. Ihr Volksbank-Berater informiert Sie gerne über die unterschiedlichen Anlageprodukte. Nehmen Sie sich für das Beratungsgespräch Zeit und legen Sie gemeinsam mit Ihrem Volksbank-Berater die für Sie optimale Depotzusammensetzung fest. Wichtig ist auch, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Berater zumindest einmal jährlich die Depotstrukturierung überprüfen und gegebenenfalls optimieren.