Zinsderivate
Hier finden Sie Beschreibungen zu Cap, Collar, Cross-Currency-Swap, Futures, Interest Rate Swap, Swaption
Zins-Cap
Der Zins-Cap ist eine vertragliche Vereinbarung, bei der dem Cap-Käufer gegen Zahlung einer Prämie eine Zinssatzobergrenze (Strike) garantiert wird.
Der Zins-Cap ist eine vertragliche Vereinbarung, bei der dem Cap-Käufer gegen Zahlung einer Prämie eine Zinssatzobergrenze (Strike) garantiert wird. Steigt der dem Cap zugrundeliegende variable Referenzzinssatz (meist EURIBOR oder LIBOR) an den einzelnen Fixings über diesen Strike, so zahlt der Cap-Verkäufer den entsprechenden Differenzbetrag an den Cap-Käufer.
Bezüglich der Werteinflußfaktoren für Caps gilt:
Je länger die Laufzeit, desto höher die Cap-Kosten.
Je tiefer die Zinsobergrenze (Strike), desto höher die Cap-Kosten.
Zins-Collar
Der ZINS-COLLAR (Interest Rate Collar) ist ein individuell gestalteter Vertrag, mit dem der Käufer einen Cap kauft, um seine variablen Zinszahlungen nach oben zu begrenzen und gleichzeitig einen Floor verkauft, um aus der dadurch resultierenden Prämieneinnahme die Cap-Kosten zu reduzieren.
Damit ist der Collar-Käufer gegen das Ansteigen des zugrundeliegenden variablen Referenzzinssatzes (z.B. 3-Monats EURIBOR) bis zum Strike des gekauften Caps abgesichert. Gleichzeitig ist sein maximal mögliches Zinssenkungspotential auf den Strike des verkauften Floors beschränkt.
Durch entsprechende Wahl der gekauften Zinsobergrenze ist bei einer bestimmten Marktkonstellation eine Reduzierung der Collar-Prämie auf Null möglich (ZERO COST ZINSCOLLAR).
Vergleich: Standard Zins-Cap mit Zins-Collar
Vorteile:
100% Partizipation bei fallenden Zinsen
Nachteile:
Vergleichsweise höhere Kosten
Nur begrenzte Partizipation bei fallenden Zinsen
Beispiel:
Steigt der variable Referenzzinssatz während der Collar-Laufzeit über den Strike des Caps, so hat der Collar-Käufer die Höhe seiner variablen Zinszahlungen nach oben abgesichert. Fällt der variable Referenzzinssatz unter den Strike des verkauften Floors, so ist der Collar-Käufer zur Zahlung der Zinssatzuntergrenze (Floor Strike) verpflichtet.
Cross-Currency-Swap
Cross-Currency-Swaps sind individuell gestaltete Verträge die u.a. zur Umwandlung eines Kredits in eine andere Währung dienen (z.B.: Transformation eines bestehenden Euro-Kredites in einen Yen-Kredit).
In einem Zins-Währungs-Swap verpflichten sich beide Vertragspartner, zu bestimmten zukünftigen Zeitpunkten Kapitalbeträge in verschiedenen Währungen sowie die daraus resultierenden Zinszahlungen zu leisten. Der Austausch der Kapitalbeträge am Anfang kann, der Rücktausch der Kapitalbeträge am Ende muß erfolgen. Bei Fälligkeit werden die Kapitalbeträge zum ursprünglich vereinbarten Kurs zurückgetauscht.
Interest Rate Swap
Bei einem Zins-Swap wird für eine festgelegte Laufzeit eine Festsatzzinsszahlung gegen einen in regelmäßigen Abständen angepaßte variable Zinszahlung getauscht. Zins-Swaps sind individuell gestaltete Kontrakte, die u.a. dazu dienen, einen Festsatzkredit in einen variabel verzinsten Kredit umzuwandeln oder vice versa.
Swaption
Mit dem Kauf einer Swaption erhält der Käufer das Recht (nicht aber die Pflicht), an oder bis zu einem bestimmten Termin mit der Gegenpartei in eine bereits heute definierte Swap-Transaktion (Payer/Receiver, Nominalwert, Laufzeit) einzutreten.
Payer Swaption
Eine Payer Swaption ist eine Option, mit der der Käufer gegen Zahlung einer Prämie das Recht erwirbt, am Optionsfälligkeitstag in einen Payer Swap einzutreten, d.h. einen Festsatz zu zahlen. Die Parameter des Swaps werden am Abschlußtag der Swaption festgelegt.