Geschichte

1922 wurde die heutige Österreichische Volksbanken-AG als Zentralinstitut der österreichischen Volksbanken gegründet, um diese bei der Erfüllung ihres Förderauftrages zu unterstützen. Sie sollte in erster Linie Liquiditätsschwankungen unter den Volksbanken ausgleichen, die bereits 1850 als gewerbliche Kreditgenossenschaften gegründet wurden.

1930 wurde der Österreichische Genossenschaftsverband – Schulze-Delitzsch – unter seinem heutigen Verbandsnamen gegründet.

1974 Mit Beschluss der Generalversammlung vom Juni 1974 wurde die Zentralkasse der Volksbanken Österreichs reg.Gen.m.b.H. von der Rechtsform der Genossenschaft in die einer genossenschaftlichen Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie enthält in ihrer Satzung den genossenschaftlichen Förderauftrag.

1991 ermöglichte die neue Verbandsverfassung die Neuausrichtung der Österreichischen Volksbanken-AG von einem reinen Spitzeninstitut zu einem Spitzeninstitut mit Kommerzbankfunktion. Im selben Jahr erfolgte auch der Startschuss für das heute so erfolgreiche Bankennetzwerk in Mittel- und Osteuropa: Dadurch gelang es, den österreichischen Mittelstand bei seiner Expansion in das erweiterte Europa zu begleiten und zu unterstützen. Die Österreichische Volksbanken-AG war 1991 die erste ausländische Bank, die in der damaligen Tschechoslowakei eine Vollbank-Konzession erwarb, die am 30. August 1991 zur Gründung der Ludova banka a.s. in Bratislava führte. In den folgenden Jahren wurde die Expansion in die Länder Ungarn, Slowenien, Tschechien, Kroatien, Rumänien, Bosnien und Herzegowina, Serbien-Montenegro und die Ukraine vorangetrieben.

1996 begann die Kooperation zwischen dem Österreichischen Genossenschaftsverband und der Deutschen Genossenschaftsbank, die im Juli 1996 in einer 25-prozentigen Beteiligung der deutschen DZ Bank AG an der Österreichischen Volksbanken-AG mündete.

1997 Um die Bankaktivitäten in CEE zu straffen und das eingesetzte Kapital effektiver einzusetzen wurde in diesem Jahr die VB-International GmbH gegründet, die im Jahr 1999 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und 2000 in Volksbank International AG (VBI AG) umbenannt wurde. Die Beteiligungen der Österreichischen Volksbanken-AG an ihren Auslandstochterbanken werden schrittweise an die VBI AG übertragen.

2001 erfolgte die Gründung der Volksbank Wien AG, in die die Österreichische Volksbanken-AG ihren Filialbetrieb einbrachte. Dadurch wurde die Position der Volksbank im Großraum Wien gestärkt.

2002 Die bereits bestehende Kooperation zwischen den Volksbanken bzw. der Österreichischen Volksbanken-AG und der ERGO Versicherungsgruppe AG (VICTORIA-Versicherung) wurde durch die Aufstockung der bisherigen Beteiligung an der Österreichischen Volksbanken-AG auf 10 % gefestigt.

2004 unterhielt der Österreichische Volksbanken-AG Konzern bereits Niederlassungen in elf Ländern Mittel- und Osteuropas und war aufgrund seiner Verbindungen zu zahlreichen Korrespondenzbanken an allen zentralen Finanzplätzen der Welt präsent. Im Dezember erklärten einerseits die französische Volksbanken-Gruppe Banque Fédérale des Banques Populaires (BFBP) sowie andererseits die deutsche DZ BANK AG und WGZ-Bank, sich zu je 24,5 % an der Volksbank International AG beteiligen zu wollen. Die Umsetzung erfolgte 2005.

2005 übernahm die Österreichische Volksbanken-AG, Spitzeninstitut der unabhängigen regionalen Volksbanken, die Investkredit-Gruppe, um ihren Marktanteil bei Unternehmen, im Immobilienbereich und bei Infrastrukturfinanzierungen auszubauen.

2008 Mit der Abgabe der Kommunalkredit Austria AG an die Republik Österreich am 3. November 2008 trennte sich die Österreichische Volksbanken-AG vom Segment Kommunen. Die strategische Entscheidung, öffentliche Finanzierungen nicht mehr fort zu führen, war aufgrund der Entwicklungen an den Märkten unausweichlich.

2009 Im Mai übernimmt mit KR Mag. Gerald Wenzel ein neuer Generaldirektor die Führung des ÖVAG-Konzerns. Er tritt seine Funktion in dem für die ÖVAG schwierigsten Geschäftsjahr an und beginnt mit der Umstrukturierung des Konzerns.

2011 Gemäß der neuen Strategie der ÖVAG, kleiner zu werden, wird die Europolis verkauft. Mit der Sberbank wird das Signing zum Verkauf der Volksbank International AG (exkl. VB Romania S.A.) durchgeführt.