Wenig Bewegung im Euro
23.02.2012
Der positive Abschluss der Pläne zur Rettung Griechenlands vor der endgültigen Pleite konnte dem Euro bis jetzt zwar etwas Rückenwind geben, zu einem deutlichen Aufwärtstrend allerdings auch nicht verhelfen. Die zukünftige Entwicklung des hoch verschuldeten Mittelmeerstaates bleibt weiter im Dunkeln. Bevorstehende Wahlen im April lassen bei den Investoren Zweifel über eine konsequente Einhaltung der zugesagten Sparmaßnahmen seitens der hellenischen Regierung aufkommen, da die notwendigen Reformen und Gesetze zur Umsetzung des Sparpaketes noch nicht beschlossen sind. Diskussionen wie weit sich private Investoren freiwillig am beschlossenen Schuldenschnitt beteiligen wollen, Unklarheiten wie genau diese Regelungen aussehen werden und ein Senken von Griechenlands Rating von CCC auf C durch die Ratingagentur Fitch, lassen auch nicht gerade positive Aufbruchsstimmung aufkommen. Fitch ist der Meinung, dass auch das zweite beschlossene Rettungspaket nicht ausreichend ist, um Griechenland vor dem Untergang zu retten.
Ein diese Woche geplantes Treffen von Vertretern der G20-Länder soll, wenn es nach einigen europäischen Staaten geht, eine Aufstockung des Euro-Rettungsfonds bringen. Europa erhoffe sich eine Stärkung des IWF um ca. 600 Milliarden Dollar. Allerdings fordern Japan und die Vereinigten Staaten von den Europäern noch mehr eigene Anstrengungen und Sparmaßnahmen, um die Krise zu bewältigen. Der Euro notiert aktuell bei rund 1,3280 Dollar und bei 106,40 Yen.
An den Rohstoffmärkten steigt der Ölpreis ungebremst weiter. Unruhen in Syrien und fehlgeschlagene Gespräche über das umstrittene Atomprogramm des Iran lassen einen Engpass bei Rohöl befürchten. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent sind heute rund 123,70 Dollar zu bezahlen, WTI kostet 106,10 Dollar je Fass.
