Spannende Woche in Europa
30.04.2012
Die hohe Arbeitslosigkeit, die bis auf wenige Ausnahmen, die meisten europäischen Staaten plagt, stimmt Analysten und Anleger sehr besorgt. Eine Bonitätsherabstufung Spaniens durch die Ratingagentur Standard & Poor´s um zwei Stufen, politische Diskussionen in den Niederlanden, Präsidentenwahl in Frankreich und die verschiedenen Meinungen, inwieweit die geplanten Sparmaßnahmen der europäischen Sorgenkinder eingehalten werden müssen oder nicht, sorgen für Wirbel an den Märkten. Wirtschaft ankurbeln, Ausgaben reduzieren, Arbeitslosigkeit bekämpfen – all diese Punkte sollten erfüllt werden, allein die Zauberformel dafür wurde noch nicht gefunden, irgendwo muss immer noch nachgelassen werden.
In den Vereinigten Staaten kämpft man mit ähnlichen Problemen, die Wirtschaftsdaten der letzten Tage waren nicht gerade überzeugend gut. Schwächere Einkaufsmanagerindizes und nach wie vor relativ hohe Arbeitslosigkeit lassen keine Euphorie aufkommen.
Vor diesem Hintergrund bewegte sich der Euro zum Dollar zwischen 1,31 und 1,32 um heute am frühen Morgen in Europa bei 1,3250 zu notieren. Die Renditen spanischer und italienischer Anleihen sind nicht weiter gestiegen (ohne Eingreifen der Europäischen Zentralbank) und die Verzinsung deutscher zehnjähriger Staatsanleihen lag gegen Ende der vergangenen Woche bei rund 1,7 Prozent.
In dieser Woche erwarten wir eine Sitzung der EZB am Donnerstag, am Freitag den amerikanischen Arbeitsmarktbericht für den Monat April und den Start der Bilanzberichtssaison in Europa. Von der E`ZB werden neue Anregungen zu Wachstumsmaßnahmen erwartet, da sich in der europäischen Krisendiskussion der Schwerpunkt immer mehr auf Wachstumsimpulse konzentriert und von weiteren, noch schärferen Sparmaßnahmen abgeht.
Am Rohstoffmarkt herrscht zum Wochenbeginn noch Ruhe. Zwar belastet die europäische Krise und damit befürchtete nachlassende Nachfrage immer noch den Preis für Rohöl, jedoch stabilisierte sich der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent bei rund 119,85 Dollar. Für ein Fass des amerikanischen WTI sind aktuell 104,85 Dollar zu bezahlen.
Gold notiert heute am Morgen bei 1665 Dollar je Feinunze.
