Euro weiterhin gut behauptet
02.05.2012
Der Kurs des Euro liegt, trotz der Unsicherheit wegen der europäischen Schuldenkrise weiterhin stabil über der Marke von 1,3200 US Dollar. Immer mehr setzt sich die Meinung durch, dass die hochverschuldeten Staaten nicht nur ein striktes Sparprogramm sondern auch Wachstumsimpulse benötigen, um die Konjunktur anzukurbeln.
Doch die Kreditvergabe in der Euro-Zone verläuft allgemein nicht nach Wunsch. Trotz der Geldspritzen durch die EZB haben die Banken im März nur 0,6 Prozent mehr Darlehen an Firmen und private Haushalte vergeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – ein alarmierendes Signal für die Wirtschaft der Euro-Zone.
Die Inflation in der Eurozone ist im April zwar leicht auf 2,6 von 2,7 Prozent im März zurückgegangen, sie liegt damit aber immer noch deutlich über der Marke von zwei Prozent, bis zu der die EZB stabile Preise unterstellt. Trotzdem gehen Analysten davon aus, dass die Zinspolitik der EZB unverändert bleibt. Die EZB tagt am Donnerstag und wird am Nachmittag über ihre Zinsentscheidung informieren.
Schwächer als erwartet ausgefallenen sind die US-Verbraucher Daten. Die US-Verbraucher haben im März 0,3 Prozent mehr Geld ausgegeben als im Februar. Analysten hatten auf ein Plus von 0,4 Prozent getippt.
Hingegen hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Industrie im April überraschend verbessert. Der entsprechende Index stieg auf 54,8 Zähler von 53,4 Punkten im Vormonat. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 53,0 Punkte gerechnet.
Der ISM-Index gilt als Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung.
Zu Handelsbeginn in Europa liegt der Kurs des Euro bei 1,3220 US Dollar, 1,2016 Schweizer Franken und 106,20 japanischen Yen.
Die Ölpreise haben am Mittwoch einen kleinen Teil ihrer kräftigen Vortagesgewinne abgegeben. Händler begründeten die jüngsten Kurseinbußen zum einen mit einer Gegenreaktion auf die starken Preisaufschläge am Dienstag, als robuste US-Konjunkturdaten für Auftrieb sorgten. Für Belastung sorgten zudem neue Lagerdaten aus den USA: So sind die amerikanischen Vorräte an Rohöl in der vergangenen Woche abermals gestiegen, wie aus Zahlen des privaten American Petroleum Institute (API) vom Dienstagabend hervorgeht. Die offiziellen Regierungszahlen werden an diesem Mittwoch erwartet. Zu Handelsbeginn in Europa liegt der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung Juni bei 119,47 US Dollar und das Barrel WTI kostet 105,90 US Dollar.
Quelle: dpa-AFX, rtr
