Euro erholt sich nur wenig
08.05.2012
Nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich am vergangenen Wochenende verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert. Die Befürchtung der Marktteilnehmer, dass der neu gewählte französische Präsident Françoise Hollande den von seinem Vorgänger eingeschlagenen Sparkurs beenden könnte, ließ die Gemeinschaftswährung bis unter die Marke von 1,30 Dollar fallen. Noch mehr aber sorgt man sich um Griechenland. Die beiden Traditionsparteien Nea Dimokratia und Pasok erhielten am Wahlsonntag gemeinsam keine Mehrheit und gaben die Verhandlungen zu einer Regierungsbildung bereits auf. Nun ist die Syriza an der Reihe eine Regierung zu bilden. Sie kündigte im Wahlkampf an im Falle sie an die Macht kämen, die Auflagen der Troika nicht weiter zu erfüllen. Das hätte allerdings ein Versiegen des unterstützenden Geldflusses in Richtung Griechenland zur Folge, was viele Marktteilnehmer eine neuerliche Eskalation der europäischen Krise befürchten lässt. Ob es der Syriza gelingen wird gemeinsam mit den vielen Splitterparteien eine Koalition zu bilden ist noch ungewiss, Neuwahlen in Griechenland sind nicht ausgeschlossen. Der Euro notiert heute am frühen Morgen in Europa bei rund 1,3040 US-Dollar.
Am Rentenmarkt dürfte die Nervosität nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich etwas nachlassen. Der Bund Future schloss am Montag bei 141,82 Zählern.
Unsicherheit nach den Wahlen zeigte sich zunächst auch am Rohstoffmarkt in Form von fallenden Ölpreisen. Die Risikofreude der Anleger ließ deutlich nach und auch Sorge um nachlassende Nachfrage auf Grund einer möglichen neuerlichen Eskalation der Schuldenkrise in Europa zeigte sich in den Preisen. Der Preis für Brent-Öl erreichte den tiefsten Stand seit Anfang Februar und notiert heute am frühen Morgen bei rund 113,30 Dollar je Fass.
Gold notiert bei rund 1637 Dollar je Feinunze.
Quelle: dpa-AFX, rtr
