02.07.2009

Euro nach US-Daten behauptet bei 1,41 Dollar

Der Euro hat sich am Mittwoch nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten auf einem Niveau von 1,41 Dollar behauptet. Analysten führten dies auch auf das Auslaufen von Optionen zurück. Zudem stützten die europäische Einkaufsmanagerindizes, die eine Fortsetzung des langsamen Erholungsprozesses in der Industrie signalisierten. So war der Einkaufsmanagerindex der Euro-Zone im Juni auf 42,6 Punkte von 40,7 Zählern gestiegen. Das war der höchste Stand seit September 2008, als die Investmentbank Lehman Brothers kollabiert war.

Dagegen enttäuschten die von der privaten Arbeitsagentur ADP erhobenen Juni-Daten vom US-Arbeitsmarkt, die als Signal für die amtlichen Daten gelten. ADP zufolge waren 473.000 Stellen abgebaut wurden. Das waren deutlich mehr als von Analysten mit 393.000 erwartet. "Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt in den USA noch nicht über den Berg ist", fasste ein Analyst zusammen. "Damit ist Enttäuschungspotenzial für die Zahlen morgen vorprogrammiert." Die amtliche US-Arbeitsmarktstatistik wird schon am Donnerstag veröffentlicht, da am Freitag wegen des Unabhängigkeitstages am Samstag die US-Börsen geschlossen bleiben. Analysten rechnen damit, dass außerhalb der Landwirtschaft im vergangenen Monat noch einmal 363.000 Stellen verloren gingen. Ebenfalls am Donnerstag wird die EZB über die Geldpolitik beraten. Zinssenkungen werden nicht erwartet, doch könnte sich EZB-Chef Jean-Claude Trichet zur weiteren Geldpolitik äußern.

Am Rentenmarkt stand die Aufstockung der zehnjährigen Bundesanleihe um sechs Milliarden Euro im Fokus. Analysten zufolge verlief sie enttäuschend. Wie die Bundesbank mitteilte, belief sich die Durchschnittsrendite auf 3,40 Prozent. Die Anleihe war nur 1,3-fach überzeichnet. Normalerweise liegt die Überzeichnung beim Doppelten. Analysten führten das geringe Interesse der Anleger auf die relativ niedrige Rendite zurück. Strategen verwiesen zudem auf eine am Donnerstag anstehende Versteigerung französischer zehnjähriger Anleihen, die voraussichtlich mit einer höhere Rendite als die deutschen ausgestattet sei. Der Bund plant noch weitere Aufstockungen der im Mai begebenen Anleihe. Der Bund-Future notierte mit 120,89 Punkten am Nachmittag 20 Ticks niedriger. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,413 Prozent etwas mehr als am Vorabend mit 3,379 Prozent.

Wichtige Ereignisse des Tages: EU: EZB Sitzungsergebnis (13.45), EZB PK zur Ratssitzung (14.30), US: Arbeitslosenquote Juni (14.30), Erstanträge Arbeitslosenhilfe (14.30)

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