28.07.2010

Euro nimmt Marke von 1,30 Dollar erneut ins Visier

Angetrieben von starken Geschäftsergebnissen europäischer Großbanken hat der Euro am Dienstag erneut über die Marke von 1,30 Dollar gelugt. Die Deutsche Bank und UBS sorgten mit ihren Quartalszahlen für gute Stimmung am Finanzmarkt. Die Gemeinschaftswährung gab am Nachmittag nach schlechter als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten wieder etwas nach und notierte bei 1,2974 Dollar. Nach Aussage von Börsianern nahmen Anleger die Zahlen zum Anlass, sich wieder etwas mehr aus dem als riskanter eingestuften Euro zurückzuziehen.
Nach Angaben des Conference Board fiel das Vertrauen der US-Verbraucher im Juli auf 50,4 Punkte von revidiert 54,3 Punkten im Juni. Analysten hatten im Schnitt mit 51,0 Punkten gerechnet.

Die Verbraucher haben sowohl in in die US Konjunktur als auch in den Arbeitsmarkt kein Vertrauen und dies ist dann auch für den privaten Konsum betrüblich.

Der Bund-Future grenzte seine Verluste nach Veröffentlichung der US-Daten auf drei Ticks bei 127,70 Zählern ein. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,762 Prozent. Zudem gingen die Anleger angesichts der konjunkturellen Lage schon länger von einer späteren Anhebung der Zinsen durch die US-Notenbank Federal Reserve aus.

Schon in den vergangenen Wochen hatte der Euro über 1,30 Dollar notiert, war dann aber stets wieder unter die psychologisch wichtige Marke gefallen. Analysten sahen darin noch immer eine gewisse Vorsicht vieler Anleger gegenüber der europäischen Währung. So sei die Gefahr eines neuerlichen Abgleitens in die Rezession weder in den USA noch in Europa vollständig gebannt. Auch die Auswirkungen der verschuldeten Staatshaushalte auf die wirtschaftliche Entwicklung würden sich erst mittelfristig bemerkbar machen.

Devisenkurse aktuell: EUR/USD 1,3005 EUR/CHF 1,3780 EUR/JPY 114,20
Rohstoffe aktuell: Brent 76,45 USD  Gold 1162,30 USD
Indikatoren des Tages: DE Verbraucherpreise vorläufig, US Auftragseingänge langlebige Güter


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